Theaterverein Bizau

Theaterverein Bizau

Chronik

1864

Im Fasching wurde die Posse "Streit des Schneiders mit dem Schuster" aufgeführt. Der Bildhauer Anton Rüscher (1828-1899) war einer der Schauspieler, neben einem vorübergehend in Bizau wohnenden Nagelschmid aus Deutschland. Dort gab es zahlreiche Gesellenvereine, in denen Theater gespielt wurde. "Der häusliche Zwist" von August von Kotzebue (1761­1819) wurde im Gasthof "Schwanen" in der Stube aufgeführt. Die Frauenrolle wurde von einem Mann übernommen. Anton Rüscher, der damals schon einige Bücher besaß, lieferte die Vorlage.

Laiendarsteller der ersten Jahre:

Anton Rüscher (1828-1899) "Bildhouars Tone", Jodok Feurstein (1843-1885) "Beckojoso Dokus", Ignaz Felder (1838-1907) "Schnidaro Buobo Naze", Johann Jakob Feurstein (1809-1868) "Wolfo Jauk", Johann Michael Feurstein (1845-1927) ,Jauko dar groß Buob", Johann Josef Feurstein (1840-1929) "Beckojoso Hansosef", Hieronymus Meusburger (1843-1903) "Sepplars Ronemus", Valentin Meusburger (1834-1919) "Sepplars Välledin", Christian Meusburger (1848-1889) "Sepplars Krista"

1865

"Der häusliche Zwist" (Kotzebue) wurde im Gasthof "Hirschen" wiederholt.

1866

übernimmt Gebhard Wölfle (1848-1904) zusammen mit dem Lehrer Johann Michael Feuerstein (1845-1927) die Leitung des Theaters. Zur Aufführung kommt "Der Zillertaler Rekrut". In der Vorlage war die Person des Rekruten ein Jude, was von Wölfle in einen Tiroler geändert wurde. Er selbst spielte diese Figur.

1867

"Braut und Bräutigam in einer Person" Posse in zwei Akten von August von Kotzebue. Um das Verständnis der Zuseher zu fördern, hielt man eine Einführung in das Stück. Im Anschluss daran kam "Der Rehbock" (1815), eine Komödie in drei Akten von August von Kotzbue, zur Aufführung. Im Gasthof "Schwanen" gab erstmals einen Vorhang.  Die saisonale Wanderung eines Teils der wenigen Schauspieler zwang zu Anwerbung neuer Mitspieler. Bestellung von Theatertexten bei der Buchhandlung Wallishausen in Wien, vor allem von Johann Nepomuk Nestroy (1801-1862) und August von Kotzebue.

"Der Hausmeister - comme il faut"

"Der politische Schneider und der phlegmatische Schuster"

"Advokat und Klient oder Fiaker und Sesselträger" "Der Rehbock" (Kotzebue) im Gasthof "Bären" in Mellau gespielt

1868

"Der russische Kaiser" ("Demetrius"?) von Friedrich von Schiller

"E. S. S. oder die Ausstaffierung" (1864) von K. Juin im Gasthof "Krone" aufgeführt

"Kling, Kling" von Morländer (d. i. Moritz Engländer 1819-1898) "Braut und Bräutigam in einer Person" (Wiederholung)

"Kabale und Liebe" (Titel in Bizau: "Der Präsident") von Friedrich von Schiller

"Mord in der Kohlmessergasse" (1860) von Alexander Bergen ( d. i. Marie Gordon 1812-1863)

"Wem gehört die Frau" von Theodor Flamm (1822­1902)

"Eulenspiegel als Schnipser" (1860), Pässe von Anton Bittner (1820-1880)

"Möbelfatalitäten" (1860), Schwank von Anton Bittner

Verbesserung der Bühne im Gasthof "Schwanen". Von Franz Xaver Moosmann (1839-1891, Bauer und Privatgelehrter) in Schnepfau bezog man die Tapeten zur Gestaltung eines Bühnenbildes.

1868 war auch eine reisende Theatergesellschaft in Bezau, die unter anderem "Der böse Geist Lumpazivagabundus oder Das liederliche Kleeblatt" von Johann N. Nestroy aufführte. Am Zunfttag wurde "Der Rehbock" von Kotzebue gespielt.

1869

1. Jänner "Der böse Geist Lumpazivagabundes..." von Johann N. Nestroy im Gasthof "Schwanen". Im Fasching Wiederholung im Gasthof "Krone". Musikbegleitung: Geige, Gitarre und Zither. "Die Räuber" von Friedrich von Schiller im Gasthof "Schwanen". Erstmals kam ein Souffleur zum Einsatz. Wölfle las zu dieser Zeit mit Begeisterung Schiller. "Die Räuber" kamen bei den Schau­spielern besser an als beim Publikum, das bisher an Schwänke und Possen gewohnt war (Gebhard Wölfle).

Immer wieder liefen Beschwerden gegen das Theater, nicht nur anlässlich der Aufführung der "Räuber", bei Pfarrer Hell ein, der aber den Spielern wohlgesonnen war. Unter seinem Nachfolger Vonbank - ab 1868 in Bizau - setzte sich insbesondere der Wundarzt Josef Feurstein gegen das Theater ein. Druck gegen die Eltern der jugendlichen Spieler wurde ausgeübt, was schließlich das Ende der ersten Spielphase bedeutete. Die Einrichtung der "Kasinos" auch im Bregenzerwald, die ebenfalls Unterhaltung bieten wollten, kommentiert Wölfle folgendermaßen: "Zum ersten hätte man ins Kasino gehen sollen, statt ins Theater, zum zweiten haben ihnen die Theaterspieler zu viel gelesen, und lesen sollte man nur, was sie anempfohlen hätten" (Original in Bregenzerwälder Mundart.)

1870

"Blind geladen" von Kotzebue

1871

Enthüllung der Gedenksäule (Entwurf von Friedrich von Schmidt, Dombaumeister in Wien) in Erinnerung an die Hinterbregenzerwälder "Bauernrepublik", auf der Bezegg. Der Bizauer Theaterverein spielt eine Gerichtsszene nach. "Der böse Geist Lumpazivagabundus..." als "Gastspiel" in Au.

1876

14. Februar "Der böse Geist Lumpazivagabundus" von Johann N. Nestroy und "Fest der Handwerker" (1834) von Louis Angely (1787-1835). Damit begann die zweite Periode des Theaters in Bizau. Spielort war nun ständig der Saal im Gasthof "Schwanen". "Der Weiberfeind" von Roderich Benedix (1811-1873)

1878

14. Februar "Vater unser" von Karl Carl (d. i. Karl Andreas Bernbrunn, 1789-1854)

1880

Wölfle besucht Passionsspiele in Oberammergau

23. Juni. Anlässlich der Feier des Aufzugs neuer Glocken in der Pfarrkirche wurde Schillers "Lied von der Glocke" szenisch dargestellt, musikalisch umrahmt von der Familie Stülz aus Bezau mit einem Streichquartett.

1881

14. Februar "Minna von Barnhelm" von Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) im Gasthof "Schwanen".

1885

Josef Alois Rüscher (1863-1911) übernimmt die Leitung des Bizauer Theaters. Rüscher studierte ab 1897 in Zürich Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte, Geschichte, Pädagogik sowie Griechisch und Latein. Nach Abschluss seiner Studien unterrichtete er als Privatlehrer in Zürich, Berlin, Gardone und Mailand.

16. November "Die Schleichhändler" von Ernst Raupach (1784-1852). Gebhard Wölfles Hochzeitstag

1886

14. Februar "Wilhelm Tell" von Friedrich von Schiller. Bühnenbild von Dekorationsmaler Gallus Xaver Metzler (1865-1894) - Ausbildung in München. Metzler schrieb selbst zwei Lustspiele: "Bezau in hundert Jahren" und "Komödiantensache" - beide verschollen.

1887

"Die Räuber" von Friedrich von Schiller

1888

5. Februar "Wilhelm Tell" von Friedrich von Schiller

14. Februar "König Lear" von William Shakespeare (1564-1616) vor fast leerem Saal aufgeführt. Damit musste die Bühne ein zweites Mal geschlossen werden. Die Gegner sorgten für eine finanzielle Austrocknung.

1890

Josef Alois Rüscher und Gebhard Wölfte sehen das Passionsspiel in Oberammergau.

1892

27. Juni: Brief G. Wölfles an H. Sander: Er bedankt sich für Würdigung des Bizauer Theaters in der Wiener Tageszeitung "Die Presse" (16. Juni 1892) durch H. Sander, "nachdem es von (leider muß ich sagen) unseren Zeloten geradezu totgeschlagen wurde."

1893

Theaterverein Bizau führt in Reuthe (19. März) und Bezau (29. Jänner) "Dächlar Hannas" von Gebhard Wölfle auf.

Vorbereitung zum Passionsspiel von Josef Alois Rüscher, Gesang von Gebhard Wölfle. Es kommt vor allem wegen finanzieller und personeller Gründe zu keiner Aufführung.

1899

30. Dezember (Brief G. Wölftes an H. Sander) Es "soll nun wieder Theater gespielt werden". Aufführungstermin 1900 war der 8. Jänner: August von Kotzebues "Blind geladen" und "Das Haus an der Heerstraße". Seit mehr als zehn Jahren mit neuen, unerfahrenen Darstel­lern die erste Aufführung. "Nachträglich erfahre ich, daß uns von Seiten der politischen Behörde das Theater­spielen in einer Weise erschwert wird, daß es wenig­stens am 8. Jänner noch nicht dazu kommt" (G. Wölfle an H. Sander).

1900

Obmann: Johann Georg Metzler (1872-1928)

1901

"Vater Unser" von K. Carl

"Eulenspiegel oder Schabernack (1835) von Johann N. Nestroy

1902

13. April "Marianne ein Weib aus dem Volke" von Adolpe Philippe Dennery (1811-1899) und Mallian "Ein alter Korporal" von Karl Juin (d. i. Karl Giugno 1818-1891) und Philipp Jakob Reinhard (1811-1878) "Die Schleichhändler" von Ernst Raupach

1903

"Der Lumpensammler von Paris" von Felix Pyat bearbeitet von Demetrius Schrutz

"Der Goldbauer" von Charlotte Birch-Pfeiffer (1800­1868)

21. Mai Theatergesellschaft Bizau löst sich auf. Auch ohne Vereinsorganisation werden in der Folge gelegentlich Stücke aufgeführt.

1908

26. Jänner "Geselliger Wölfleabend" im Gasthof "Krone" in Bizau.

23. Februar "Geselliger Wölfleabend" im Gasthof "Bären", Au.

1911

6. Jänner "Diletanten Theatergesellschaft Bizau" neu gegründet.

Obmann: Johann Georg Metzler

19. Februar "Wolfram von Bondorf" von Ph. Binsfeld im Gasthof "Taube". Am selben Tag: "Der kurierte Heiratskandidat" von Moliere (eigentl. Jean-Baptiste poquelin 1622-1673), bearbeitet von Hohnerlein.

17. April "Von Verrätern umgarnt" (Ritterschauspiel) von Karl Schwienhorst.

26. Dezember "Im Glauben standhaft" (1899) Trauer­spiel von Josef Faust (1856-1919); nach Spillmanns "Wunderblume von Woxindon".

Die Kostüme werden bei Gebhard Sagmeister in Bregenz gegen eine Leihgebühr von 20 Kronen bezogen.

"Wirrwarr oder Das verlorene Testament" von Wilhelm Kayser.

1912

2. Februar "Der Tharer Wirt" von Vigil von Maja.

8. April "Vater unser" von K. Carl (Begutachtung des Stückes durch den Herrn Pfarrer, der nach teilweiser Umarbeitung des Textes in Bezug auf konfessionellen Inhalt zustimmt).

Außerdem: "Der verwechselte Offiziersbursche" von Wilhelm Kayser.

26. Dezember "Almenrausch und Edelweiß" (1863) oberbayerisches Volksstück mit Gesang, nach Hermann Schmied von Lais Ströhl im Gasthof "Taube" Obmann: Matthias Feuerstein (1864-1927)

1912/13

wird die "Taube" mit elektrischem Licht ausgestattet

1913

2. Februar "Ein alter Korporal" von Karl Juin - Klagsandrohung durch Dr. Eirich in Wien als Vertreter des Rubinverlages, der die Aufführungsrechte hält, da die Bizauer keine Tantiemen entrichten wollten.

13. April "Unrecht Gut" von Friedrich Kaiser (1814­1874); Charakterbild mit Gesang

1916

Geplanter "Wölfle-Abend" kommt nicht zustande, da sich der Satz „Krieg will alle Welt"  im "Woazomändle" (Mundartstück von G. Wölfte) inzwischen bewahrheitet hat.

1918

Versuch, Stücke von Wölfe aufzuführen - in Bizau steht allerdings kein Lokal zur Verfügung

1919

23. Februar "Wilhelm Tell" von Friedrich von Schiller. Kulissen von Kaspar Meusburger (1878-1951)


Zwischen 1920 und 1938 gab es auch in Andelsbuch, Bezau, Schwarzenberg, Langenegg, Lingenau, Hittisau, Egg, Au Theatergruppen.

1924

14. Februar "Der Bucklige oder die Macht der Arbeit" 28. Februar: Zwei Aufführungen im Gasthof "Gams" in Bezau

26. Dezember "Die Blinde von Paris" von Demetrius Schrutz

1925

14. Februar "Die Blinde von Paris" von Demetrius Schrutz

Obmann: Matthias Feuerstein

1926

6. Jänner "Trotzköpfchen" und "Gesellschaftsdame und Köchin" - beide Stücke von der Mädchenbühne unter der Leitung von Margreth Wölfle gespielt

1930

"D'Stadtlerin" und "Hochhinaus"

1931

12. Februar "Die beiden Waisen" von Demetrius Schrutz (Volksstück in fünf Akten)

Obmann: Josef Engelbert Feuerstein (1881-1945)

1932

3. Jänner "Vom Herzensfreund zum Todfeind" von Friedrich Schare (Stück aus der Zeit der mexikanischen Wirren um Kaiser Maximilian).

7. Februar "Der Freischütz" nach Carl Maria von Webers Oper, Text bearbeitet von Josef Wermann.

"Die böse Hexe" von Lorenz Strobl. Lustspiel in einem Akt.

28. Februar "Der Freischütz" im Gasthof "Kreuz" in Mellau.

1933

5. Februar "Geächtet oder der Ausgestoßene" (1898) von Benno Rauchenegger (1843-1910) "Alles um a Goaß" von Karl Siber (Lustspiel in einem Aufzug).

1934

8. April "Der Prozesshansel" (1881) von Ludwig Ganghafer (1855-1920) und Hans Neuert (1838-1912) Obmann: Josef Engelbert Feuerstein.

In den 30er Jahren wurde in den Pausen Musik aus Radio oder Grammophon gespielt.

um 1935

"Die Perlen der Kompanie", Einakter

14. Februar "Ein alter Korporal" von Karl Juin und P. J. Reinhard

10. März "Ein alter Korporal" im Gasthof "Gams" in Bezau

"Ein alter Korporal" im Gasthof "Ochsen" in Egg Obmann: Xaver Herr (1903-1978)

 1936

26. Jänner "Wolf von Falkenstein, der Brudermörder" 0923), Ritterschauspiel von Peter Kaser 0888-1974) 16. Februar "Wolf von Falkenstein, der Brudermörder" im Gasthof "Ochsen" in Egg

Obmann: Josef Engelbert Feuerstein

 1936

Mai "Schwedenspiel" von Kaspar Meusburger (1878­ bis 1951)

Freilichtspiel. Den Hintergrund bildet die Sage der Schlacht der Bregenzerwälderinnen am Fallenbach (Egg) gegen die Schweden.


1937

Keine Aufführung (vereinsinterne Auseinandersetzungen)

1938

14. Februar "Die Else vom Erlenhof" von Siegfried Conrad Staak (zum dritten Mal gespielt)

Obmann: Xaver Herr

6. März "Die Else vom Erlenhof" im Gasthof "Ochsen" in Egg

1940

Obmann: Josef Engelbert Feuerstein

 1946

27. Februar "Die Macht der Arbeit oder der Bucklige" im Gasthof "Taube"

Obmann: Franz Feuerstein (1903-1973)

 1947

9. Februar "Der Lumpensammler von Paris" von Felix Pyat

 1948

29. März "Der Goldbauer" von Charlotte Birch-Pfeiffer Erstmals Aufführung im neuen Gemeindesaal. Bühnen­bild Franz Zündel. Fahrt des Theatervereines nach Götzis zur Aufführung des "Wilhelm Tell".

Obmann: Alois Gmeiner (1915-1975)

26. April: Denkmalenthüllung und Feier für Gebhard Wölfle

26. Dezember "Lipperl auf Brautschau" Posse in drei Bildern von J. Felder

1949

18. April "Mühle Christin" von Gebhard und Franz Xaver Wölfle (1889-1962). Uraufführung. Vertonung der Lieder: Adolf Sohm. In Bregenzerwälder Mundart. Hauptdarstellerin: Stefanie Herr. Geschichtlicher Hintergrund: Einfall der Schweden 1647 in Vorarlberg. 1207 Besucher in vier Aufführungen.

13. November "Tiberius Gracchus" von Alois Meusburger (geb. 26. 5. 1881 in Bizau, Gymnasium und Theologie in Brixen, 1906 zum Priester geweiht, 1907-1911 Studium an der Universität Innsbruck, 1911-1926 Professor für Deutsch, Latein und Griechisch am Vinzentinum in Brixen, 1926-1938 Professor am Paulinum in Schwaz, 1938-1945 Seelsorger in Gaschurn und Valduna (Rankweil), 1945-1949 Lehrtätigkeit in Schwaz, 1949 Pensionierung, 1949 bis zu seinem Tode 1961 Seelsorger in Innerlaterns und im Jesu-Heim in Rankweil.

1950

10. April "S'Trauringl" nach einer Erzählung von Reimmichl (d. i. Sebastian Rieger 1867-1953), bearbeitet von Zischank

 1951

26. März "Herzen von Stein" von Friedrich Schare und Wilhelm Webels

1952

10. Februar "Das Bildstöckl" von Ferdinand Feldigel (1861-1928)

1953

6. April "Gericht des Herzens" von Fanny Wibmer-Pedit

1954

19. April "Michael Rüscher" von Natalie Beer (Uraufführung). Volksstück aus dem Bregenzerwald zur Zeit der großen Pest. 1911 Besucher in sieben Aufführungen. Erste Uraufführung von Natalie Beer, der weitere vier folgen. N. Beer (1903-1987) stammte aus Au im Bregenzerwald.

1955

11. April "Die Blinde von Paris" von Demetrius Schrutz (spielt zur Zeit Ludwig XV. - um 1720).

1956

8. April "Landammann Kaspar Erhart" von Franz Xaver Wölfle. Historisches Schauspiel um Landammann Kaspar Erhart (um 1550)dessen Frau und Tochter als Hexen hingerichtet wurden.

1957

22. April "Der steinerne Vogt" von Gottfried Julius Poitschek (geb. 1897)

1958

7. April "Das Mädchen auf Vögin" von Natalie Beer. Uraufführung. In Bregenzerwälder Mundart. Spielt zur Zeit des 30jährigen Krieges um die sagenhafte Schlacht der Bregenzerwälder Frauen am Fallenbach (bei Egg) gegen die schwedischen Truppen General Wrangels. Dramatisch bearbeitet nach dem Roman "Schicksal auf Vögin" von Natalie Beer.

1959

5. April "Fürchtet euch nicht" von Willy Jäggi (geb. 1925). Historisches Schauspiel

1960

18. April "Der Freischütz auf Uga" von Natalie Beer. Uraufführung

1961

3. April "Gebet des Kindes" von K. Carl ("Vater unser"), Tiroler Volksstück mit Gesang in sechs Bildern, s. a. 1878, 1901.

1962

29. April "Aus dem Dunkel sprang das rote Pferd" von Natalie Beer. Uraufführung. Das Stück spielt zur Zeit der Reformation. Fünf Aufführungen mit 1477 Besuchern. Im selben Jahr Renovierung des Gemeindesaales.

1963

15. April "Der Sternsteinhof" von Ludwig Anzengruber (1839-1889), bearbeitet von Valentin Pribernig (geb. 1884). Bauerndrama in sechs Aufzügen. "Kampf gegen sittliche und religiöse Engherzigkeit" (VN 18. 4. 1963, S. 4)

1964

5. April "Am Huberhof" von J. P. Willni. Bayerisches Volksstück in fünf Akten. Bühnenbild und Beleuchtung: Richard Zündel. 15. November: Gedenkfeier anläßlich des 60. Todestages von Gebhard Wölfle. Es werden Wölfle-Stücke aufgeführt.

1965

25. April "Die fremde Frau", Schauspiel in zehn Bildern von Ludwig Paal. Handlung: Zeit nach den Türkenkriegen. Auch anläßlich einer Tagung der Laienspieler in Feldkirch aufgeführt.

1966

17. April "Der Sonnwendhof" von Salomon Hermann Ritter von Mosenthal (1821-1877), Volksstück in fünf Akten

1967

23. April "Bregenzerwälder Baumeisterspiel" von Natalie Beer. Uraufführung. Dramatisiert nach ihrem Roman „Jubel der Steine". Lebensgeschichte des Auer Barockbaumeisters Michael Beer aus der Auer Zunft und deren Mitgliedern

1968

28. April "Der Verschwender" Zaubermärchen in drei Aufzügen von Ferdinand Raimund (eig. Ferdinand Jacob Raimann (1790-1836)

1969

13. April "Der Meineidbauer", Volksstück in sechs Akten von Ludwig Anzengruber. Statt finanzieller Abgeltung werden die Spieler mit einem Ausflug und einem Theaterbesuch belohnt.

1970

26. April "Der Föhn" von Julius Pohl (1830-1909)

Bei der Jahreshauptversammlung wurde die Anschaffung einer neuen Stube beschlossen, da die alte nach jahrzehntelangem Gebrauch in einem sehr schlechten Zustand sei.

1971

18. April "Der Schützenkönig" 1935), Schwank in drei Akten von Kaspar Freuler (1887-1969)

1972

16. April "Das Schwalberl" (Volksstück mit Gesang in drei Akten) von Anton Maly. Obmann: Franz Meusburger; Spielleiter: Alois Gmeiner

1974

15. Dezember: Gedenkfeier anläßlich des 70. Todestages von Gebhard Wölfle (u. a. werden Wölfle-Stücke aufgeführt).

Spielleiter: Franz Metzler

1976

26. April "Michael Rüscher" von Natalie Beer. Sechs Aufführungen, 1542 Besucher

1978

23. April "Die beiden Waisen", Volksstück in sieben Bildern von Adolphe Philippe Dennery und Cormon

1979

22. April "Via Mala" (1934) von John Knittel (1891-1970)

1980

4. Mai "Die Else vom Erlenhof" von Siegfried Conrad Staak. Kampf zwischen einem Herrenhaus und einer alten Adelsfamilie im Schwarzwald.

1981

10. Mai "s'Nullerl" von Carl Morre (1832-1897). Volksstück mit Gesang in fünf Aufzügen um Leben der Kleinbauern und Bauernknechte im vorigen Jahrhundert.

   Obmann: Jürgen Metzler

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